Kreativität ist in der Persönlichkeitsstruktur verankert
und wird meist aus der Kindheit heraus geformt.

Deshalb ist der Draht zum ‚inneren Kind‘ ziemlich kurz, wenn es gilt, sich kreativ ‚einen Kopf zu machen‘. In der Kaffee-Küche von SATZBAUWERK steht folglich eine Spielzeugkiste mit gesammeltem Krimskrams. Dazu zählt eine Sammlung blitz-blanker Konservendosen wie auch grelle Tennisbälle, bunte Plastikfiguren, Kron- und Wein-Korken, Wort- und Buchstaben-Spiele. Diese Utensilien gehören bei der Entwicklung von Ideen zum Werkzeugkasten der Agentur. Erfahrungsgemäß fördern sie ein konstruktives Maß spielerischer Leichtigkeit zutage.

Sobald der kreative Prozess in Gang kommt, verschieben sich die Energie-Pegel nach oben, mental und physisch.

Um dem Bewegungsdrang und der Experimentierfreude genug Raum zu geben, breche ich daher bewusst mit den gewohnten Routinen – oder mit den Orten, an denen ich arbeite.
Statt am Arbeitsplatz zu sein, werkele ich zum Beispiel am Küchentisch. Oder ich stromere an der Spree entlang. Oder ich gehe in ein Café, das ich gerade erst entdeckt habe. Obwohl meine Waschmaschine noch nie kaputt gewesen ist, sitze ich mitunter auch im Wasch-Salon.
Ich suche und erzeuge das Chaos, um gerade dieses Chaos zu arrangieren und logisch zu ordnen. Die kreative Auszeit begrenze ich allerdings auf maximal zwei Stunden pro Tag und pro Person, damit der Arbeitsfluss nicht ins Uferlose abdriftet.
Schließlich ist der vermeintliche Müßiggang kein Selbstzweck, sondern dient dazu, das eigene kreative Denken wirtschaftlich nutzbar zu machen.
Weil das Sortieren und Ordnen nur selten im direkten Anschluss gelingt, ist der nächste Schritt, rund 20 Minuten lang Pause zu machen, etwa mithilfe sogenannter ‚Power Naps‘: Ich lege mich beispielsweise auf das Sofa, schließe die Augen, genieße die Stille – und auch den Stillstand. In puncto Arbeitsenergie lädt sich dadurch die innere ‚Batterie‘ naturgemäß wieder auf.

Erst danach gewichte ich die kreativen Ergebnisse des Tages. Ich nutze zum Beispiel das Flipchart, um Schwerpunkte zu bilden und in Mind Maps festzuhalten.

Ein Schlagwort wird dabei zum ‚Fixpunkt‘ gemacht. Darunter, darüber, links und rechts daneben gruppiert man verwandte Begriffe oder spontane Geistesblitze. Auf diese Weise ist u.a. der Slogan ‚SATZBAUWERK denkt quer und geradeaus‘ entstanden.
Die nächsten konkreten Arbeitsschritte leiten sich aus den Mind Maps heraus ab. Sie haben organisatorischen Charakter. Sie sind darauf ausgerichtet, die Ideen in Aktionsformen zu überführen, etwa als Instrument für die Öffentlichkeitsarbeit oder als ‚Sprungbrett in eine eigenständige Kommunikations-Strategie.

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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