Durch Fortschritte bei bildgebenden Verfahrenstechniken erkennen die Hirn-Forscher_innen immer detailgenauer, wann, wie und warum welche Hirn-Regionen zusammenwirken – und was aus den neuronalen Gebilden jeweils folgt.

Um situationsgerechte Impulse für das Handeln zu erzeugen und entsprechende Weichen zu stellen, geben unsere Hirnzellen informative Signale, indem sie zum Beispiel variable Stärken und Dosierungen für deren Übermittlung setzen. Daraus formen sich u.a. die motorischen und analytischen Reaktionen heraus, und zwar mal mit mehr Heftigkeit, mal mit weniger Heftigkeit.
Psychischer Stress wie zum Beispiel Lampenfieber o.ä. Leistungsdruck schränkt die Leistungsfähigkeit des rationalen Denkens ein. Das liegt u.a. daran, dass eine Drüse – die sogenannte Hypophyse – die Nebennieren anweist, Ströme von Stresshormonen freizusetzen. Der Herzschlag und der Blutdruck schnellen ad hoc nach oben.
Hormonbedingt kommt es in der Großhirnrinde – im sogenannten präfrontalen Cortex – folglich zu unwillkürlichen Selbst-Blockaden, insbesondere mit Blick auf unsere individuellen Fähigkeiten, sich zu konzentrieren und zu entscheiden, zu planen und zu abstrahieren. Deshalb verliert man mental – und mitunter sogar feinmotorisch – kurzzeitig die Kontrolle, bis das bio-chemische Wirrwarr durch proteinhaltige Enzyme wieder entkräuselt und entkräftet worden ist.

Wenn der Stress mehrere Tage andauert, zerschießt der bio-chemische Cocktail
die „Signal-Empfangsstellen“ in der Großhirnrinde.

Dieser Verlust wird durch den Ausbau ur-menschlicher Hirn-Areale ausgeglichen, u.a., weil das Hirn über genug Plastizität verfügt, um sich zeitlebens zu restrukturieren. Als Konsequenz daraus ticken post-moderne Bürger_innen plötzlich mehr und mehr wie die Früh-Menschen aus der Neanderthaler-Zeit. Sie gehen quasi den evolutionären Weg zurück. Deswegen sind sie mmer weniger dazu imstande, komplexe Gedanken zu fassen – geschweige denn, zu ihrem stressfreien Zustand zurückzufinden.
Vor einem solchen hirn-physiologischen Hintergrund ist wichtig zu wissen, wie man strategisch gesund mit Stress umgehen kann, um sich dadurch vom Domino-Effekt dieser Selbst-Sabotage zu befreien.

Ich nutze u.a. folgende Methoden:

  • Ich akzeptiere den Stress, wie er gerade ist, um konfrontativ auszumachen, was ihn eigentlich verursacht – getreu des britischen Sprichworts: „Go back and track the source.“
  • Ich atme bewusst tief in den Bauch hinein und weiß, dass das Ausatmen unbewusst folgt, wie von selbst. Atem-Techniken aus dem Yoga zu kennen, ist hierbei von praktischem Nutzen.
  • Ich mache spätestens nach zwei Stunden ununterbrochener Arbeit eine Pause von mindestens zehn Minuten. Dadurch erhöht sich die eigene Produktivität, und auch die Effizienz. Zudem nützt diese Technik, um Fehlern vorzubeugen.
  • Ich beobachte meine Wahrnehmung, ohne sie zu werten, um zu erkennen, was überhaupt „los“ ist. Ich denke an alle, die mich zuversichtlich stimmen, etwa an meine beste Freundin oder an andere, die „einfach so“ meinen Erfolg wollen.
  • Ich zücke notfalls einen Zettel mit einem absurden „Mantra“ aus meinem Portemonnaie. Für den „Fall eines Falles“ ist diese Gedächtnis-Stütze stets dort deponiert und wird quartalsmäßig von mir verändert, um die Wirkung zu erhalten.
  • Ich ernähre mich grundsätzlich so gesund wie möglich, jederzeit und überall.
    Zudem achte ich darauf, ausreichend und ungestört zu schlafen. Denn:

Die besten Dinge im Leben sind die,
die man für Geld nicht kaufen kann.“
Albert Einstein (1879 – 1955) 

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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