Öffentlichkeitsarbeit wird im Wesentlichen durch die persönliche Kommunikation getragen. Sie lebt vom partnerschaftlichen Schulterschluss.

Gerade deshalb ist wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen, sie vermitteln zu können und darauf zu bestehen, dass sie beachtet werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies natürlich auch, die Grenzen des Gegenübers zu respektieren und anzuerkennen. Daraus ergeben sich wechselseitige Vorteile.

Zum Beispiel, dass…

  • die psychische Gesundheit der Kommunikationspartner_innen aktiv geschützt wird
  • der eigene Freiraum klar definiert ist
  • das Vertrauen in die subjektive Wahrnehmung erhalten bleibt
  • die persönliche Integrität und Glaubwürdigkeit steigt
  • der kooperative Gedankenaustausch im strukturierten Rahmen stattfindet
  • Verhaltensweisen und Erwartungen realistisch eingeschätzt werden

Grenzen zu ziehen ist ein kontinuierlicher Prozess,
der in der persönlichen Identitätsbildung verankert ist.

Aus diesem Grund verschieben sich die eigenen Grenzen mitunter von einer Lebensphase zur nächsten oder von einem Kontext zum anderen. In der Regel kommt es darauf an, sich der eigenen Ausdrucksmittel bewusst zu bleiben und trotzdem auf die Persönlichkeit des Gegenübers empathisch und flexibel einzugehen.
Das Gespür für die personenbezogenen Kommunikationsmuster und Kompetenzfelder nimmt dadurch zu. Auch das Verständnis für die mitunter wechselnden Kommunikations-Rollen wächst in der Regel.

Ich stütze mich u.a. auf diese Techniken:

  • Die persönliche Position klar und kurz zu benennen, ggf. zu begründen
    und „Nein“ erst zu sagen, wenn ich das „Nein“ unumstößlich meine
  • Das Prinzip „Ignoranz = Dominanz“ anzuwenden, indem ich zum Beispiel das Gespräch auf andere Themen bringe
  • Bereits getroffene Vereinbarungen rufe ich bei mir und im Gegenüber gelegentlich wach, um sie mit der Wirklichkeit abzugleichen und ggf. nachzuziehen
  • Respekt zu zollen, zum Beispiel, indem Gegen-Vorschläge als Mittel zur Fehlervermeidung und zur Prozess-Optimierung grundsätzlich diskutabel sind
  • Klar darüber zu bleiben, wie sich konkrete Entscheidungen für andere auswirken können und das ohne Umschweife zu benennen, um ggf. Rückfragen zu stellen
    – oder zu beantworten

Humor kann die zwischenmenschliche „Grenzziehung“ mitunter erleichtern. Allerdings sollte man sich vor Sarkasmus oder gar Zynismus hüten. Sonst wird daraus schnell ein Bumerang.

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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