„Onkel Dagobert: Sein Leben, seine Milliarden“
von Don Rosa und Jano Rohleder
ehapa Verlag, 4. Auflage 2011
496 Seiten, € 29,95

Die Arbeitsbiografie von Dagobert Duck beginnt im Jahr 1880, als der gänzlich unbekannte Enterich im schottischen Glasgow seinen dreizehnten Geburtstag erlebt.
Mit dem Pragmatismus eines Vorschlagbohrers schenkt ihm sein Vater einen Schuhputz-Kasten. Auf dass Dagobert in die Welt hinausziehen möge! Um keinem mehr auf der Tasche zu liegen! Vor allem den Eltern nicht, no, nay, never no more.
Angesichts dieser emotionalen Grausamkeit sucht Dagobert das Weite – und die andere Art glänzenden Glücks. Nach dem Sozialismus findet er zunächst die Reisewege nach Nord-Amerika, Südafrika, Rest-Europa und Australien, bis er mit der Rückkehr in die USA den Kreis seiner Odyssee schließt.
In Alaska schürft Dagobert nach Gold und entdeckt dabei: eine Kupfer-Mine! Eine Kupfer-Mine! Der unerwartete Erfolg löst eine Kehrtwende zum Kapitalismus in Dagobert aus. Er gründet die Stadt Entenhausen, um möglichst weitgreifend über seinen unternehmerischen Standort bestimmen zu können und erwirtschaftet ein Vermögen, das nach eigenen Angaben fünf Phantastilliarden, neun Trillionen Taler und sechzehn Kreuzer beträgt. Aktuell beziffert das Forbes-Magazin den liquiden Geldbestand von Dagobert Duck übrigens auf ca.$ 44,1 Milliarden – genug, um darin zu baden.
Einem solchen Finanz-Ergebnis liegt allerdings ein unternehmerisches Auf und Ab zugrunde. Der Biograf Don Rosa nutzt diese Steilvorlage, um mithilfe von exkursiven „Crash-Kursen“ klassische betriebswirtschaftliche Modelle und Wirkungsmechanismen sachgerecht und wertneutral ins Bild zu setzen. Dadurch werden sogar dem fachlichen Laien relativ komplexe Finanz-Kreisläufe und steuerrechtliche Prinzipien plastisch – und manchmal exemplarisch-drastisch – vor Augen geführt.

 

„Keine große Sache: Coffee to go
oder wie man den Traum vom eigenen Unternehmen verwirklicht“

von Vanessa Kullmann
Heyne-Verlag, 2008
224 Seiten, € 7,95

Dass Unternehmer_innen neben Geschäftsideen, Invesititionsmitteln, Begeisterungsfähigkeit, Fach- und Führungskompetenz vor allem Krisenfestigkeit, Durchhalte- und Stehvermögen benötigen, zeigt die Gründungsgeschichte des heutigen Franchise-Unternehmens Balzac Coffee Company. Darin schildert Vanessa Kullmann u.a., wie sie zwischenzeitlich auf die “Durststrecke“ geriet, dann Fachleute an Bord holte und in die Erfolgsspur zurückfand – klar, direkt und ohne Umschweife. En passant erfährt man viel über die Kunst des Kaffeekochens, an der ich mitunter trotzdem scheitere.

 

„Freiberufler-Atlas: Schnell und erfolgreich selbständig werden
“
von Martin Massow
Ullstein Taschenbuch Verlag, 5. Auflage 2012
507 Seiten, € 12,99

Um das weite Feld des Freelancings zu überblicken, bietet dieses Standard-Werk praxisnahe Begriffsdefinitionen und umreißt die rechtlichen Aspekte – zum Teil im Parcours, zum Teil Tour de Force, insbesondere in Bezug auf das Berufs-, Standes- und Steuerrecht. Zudem gibt Martin Massow umsetzbare Planungs- und Finanzierungs-Tipps, um selbständig die ersten Schritte zu gehen. Oder um in die entgegengesetzte Richtung zu streben und die Selbstsändigkeit als Lebensentwurf ad acta legen zu können.

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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