„The King’s Speech – Die Rede des Königs“
Freigabe: ab 6 Jahren
Senator Home Entertainment (2011)

Wie man ‚öffentliche Reden‘ bewältigt und die persönlichen Hürden Schritt für Schritt angeht, zeigt der Film von Tom Hooper am Beispiel des britischen Königs Georg VI (Colin Firth).
Kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs sieht sich König George V. mit einer Schlüssel-Aufgabe seines Lebens konfrontiert: Er will sein Stottern in den Griff bekommen, um eine motivierende Rede an die Nation zu halten. Auf dem Weg zum Ziel begegnet ihm der kauzige Sprachtherapeut Lionel Logue (Geoffrey Rush). Angesichts der heraufziehenden Krise schließen sie die Reihen und mobilisieren ein hohes Maß an Selbst-Motivation und Disziplin, sodass die Etappenziele nach und nach in Reichweite geraten. Dabei spielen u.a. bis heute gültige sprachtherapeutische Übungen eine tragende – und bewegende – Rolle.
Mit dem Film „The Queen“ (2006) von Stephen Frears kann man das Thema übrigens passend vertiefen – insbesondere mit Blick auf Krisenkommunikation und professionelle Haltungsfragen.

 

„Die fabelhafte Welt der Amélie“
Freigabe: ab 6 Jahren
Universal (2001)

Um die eigene Kreativität wach und lebendig zu halten, taugen aus meiner Sicht Verfilmungen von modernen Märchen wie ‚Alice im Wunderland‘, ‚Der Zauberer von Oz‘ – oder „Die fabelhafte Welt der Amélie“.
Vor dem Hintergrund miesepetriger Lebensverhältnisse nutzt Amélie (Audrey Tautou) die Kraft ihrer Phantasie, um ihr unmittelbares Umfeld fröhlich(er) (selbst) zu gestalten. Sie lässt den ‚guten Geist‘ schlichtweg ‚aus der Flasche‘ – bis er sie selbst betört. Dabei tauchen en passant einige Kommunikationsmittel auf, die ich selbst gern einsetze – und meistens mit Erfolg.

 

„Eins, Zwei, Drei“
Freigabe: ab 6 Jahren
MGM Home Entertainment GmbH (DVD von 2008 – Film von 1961)

Auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs schickt der Vorstandsvorsitzende von Coca-Cola (Howard St. John) seine hitzköpfige wie heißblütige Tochter Scarlett (Pamela Tiffin) nach West-Berlin. Und in die direkte Obhut seines Filial-Direktors Mr. MacNamara (James Cagney). Die Eskapaden des Wirbelwinds stellen den gesamten Lebens- und Arbeitsalltag MacNamaras ad hoc auf den Kopf, fordern ihn zu improvisatorischen Glanzleistungen in punkto Selbst-Marketing, Management und Work-Life-Balance heraus und hämmern heim, dass das unternehmerische Handeln jederzeit von zeitspezifischen Rahmenbedingungen flankiert wird. Grandiose rhetorische Einlagen runden das Gesamtbild des Filmklassikers von Billy Wilder auf höchstem Niveau ab – insbesondere, wenn man sich vergegenwärtig, dass – ganz real – knapp ein Jahr nach der letzten Filmszene mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen wurde.

 

„127 Hours – 127 Stunden“
Twentieth Century Fox Home Entertainment (2011)
Freigabe: ab 12 Jahren

Das von Danny Boyle verfilmte Überlebensdrama basiert auf den tatsächlichen Erlebnissen von Aron Ralston (James Franco). Darin wird thematisiert, wie der Ingenieur und passionierte Bergsteiger sein Wissen und seine Wahrnehmungsfähigkeit ganzheitlich abrufen und verknüpfen muss, um zur Entscheidung seines Lebens zu finden. Denn als Ralston in den Felsspalten des Canyons herumklettert, um eine Trennung zu verarbeiten, stürzt urplötzlich ein Meteorit vom Himmel herab und klemmt seinen Arm ein.
Tiefschürfende filmische Darstellungen von Selbst- und Fremdwahrnehmung enthält übrigens auch der Film „Melancholia“ von Lars von Trier. Mit beiden Dramen assoziiere ich u.a. den methodisch-strategischen Wert der sogenannten ‚Helikopter-Perspektive.‘

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

Kommentar zur Freigabe einsenden:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s