Aus meiner Warte heraus bleibt Sisyphus ein sagenhafter Optimist, weil er anzunehmen scheint, dass sich der Felsbrocken auf der Gipfelspitze festsetzt, sofern er nur zäh und hartnäckig und immer und immer wieder den Steilhang heraufgeschleppt wird.

Für mich gerät mitunter zur Sisyphus-Aufgabe, im Jetzt und Hier ‚bei mir‘ zu sein, gleichzeitig beruflich vorwärts zu gehen und mich mit SATZBAUWERK zu verwirklichen, ohne dass der Freundeskreis zu kurz kommt oder jemand unter die Räder fällt.
Um diese Gratwanderung zwischen jobbedingten und persönlichen Interessen zu stemmen, kommt mir zugute, dass ich mich mit den meisten Mitstreiter_innen gleichermaßen kollegial, professionell und freundschaftlich verbunden fühle. Trotzdem nutze ich auch folgende Methoden, damit die sogenannte
Work-Life-Balance geeicht und zu beiden Seiten austariert bleibt:

  • Ich halte mir seit knapp zehn Jahren ein Bild vor Augen, das mein Neffe für mich gemalt hat: Der kaum sichtbare Fuß eines Eisbergs reißt den Rumpf der Titanic auf, während ein Passagier panisch versucht, das Rettungsboot zu erreichen – und der Ausgang scheint einigermaßen ungewiss.
    Dadurch halte ich mir auf dem Radar, dass scheinbar unvorhersehbare Krisen oft deutliche, zu wenig beachtete Vorboten haben, die infolge des fehlerhaften menschlichen Ermessens zur Katastrophenlage führen können. Kurzum: „Wehret den Anfängen.“
  • Nach erlebnisreichen Ausflügen mit nahestehenden Menschen sammle ich die Eintrittskarten und Fahrscheine, um diese Tage möglichst präzise in Erinnerung
    zu behalten.
    Dadurch nähre ich während intensiver Arbeitsstrecken zum Beispiel meine Motivation, möglichst zügig vom Job- ins Privatleben zu kommen und halte mir bewusst, dass regenerative Pausen die professionelle Produktivität in der Regel eher erhöhen als schwächen. Die eigenen Energiepegel routiniert zu laden, während man noch zwischen Berufs- und Privatleben routiert, führt mitunter zu ungeahnter persönlicher Effizienz. Zudem halte ich mich an meine wöchentliche Prioritäten-Liste. Kurzum: „Gut ist gut genug – und wird durch zufällige Geistesblitze fast perfekt.“
  • Flankierend dazu vertraue ich auf das Feedback aus meinem Freundeskreis und versuche, mit offenem Ohr und entschlussfreudiger Spontanität zu reagieren, wenn mir zum Beispiel zugetragen wird, dass der letzte gemeinsame Abend bereits eine ganze Weile zurückliegt.

Um die subjektive Einschätzung zu objektivieren, nutze ich hin und wieder kurze Selbst-Tests, die den Vorteil haben, Sofort-Hinweise zu liefern. Zum Beispiel vom Verlag Praktisch anwendbare Lebenshilfen (PAL):
http://www.palverlag.de/arbeitssucht-test.html

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

»

  1. ekoepping sagt:

    ups… arbeitssüchtig…

Kommentar zur Freigabe einsenden:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s