Feedback – also: ‚Rückmeldung‘ – darüber zu geben, was gerade hakt bzw. positiv verläuft, gehört zur Dynamik interdisziplinärer Arbeitsprozesse. In der Regel ist das Ziel der Kommunikation, den Verlauf einer Entwicklung zu verändern – mitunter zu wenden – oder zu bestätigen, dass die vorab getroffenen Vereinbarungen in der eigenen Wahrnehmung Gestalt annehmen.

Aus diesen Gründen ist Feedback kein Alleingang, sondern bedarf per se mindestens der Leistung zweier Menschen: Wer Feedback gibt, braucht schließlich ein Gegenüber, der das Feedback (an- und wieder-)gibt.
Was zunächst relativ einfach und leicht erscheint, erweist sich in der tatsächlichen Situation oft als ziemlich komplex, weil im Zentrum steht, ein aufgabenbezogenes oder persönliches Verhalten zu unterlassen bzw. zu verstärken. In der Regel gilt dies sogar unter Bezugnahme auf einen abgesteckten Zeitrahmen.
Damit möglichst wenig Druck dabei entsteht, halte ich mich beim Feedback geben wie auch beim Feedback nehmen an die sogenannte ‚Sandwich-Methode‘. Sie beinhaltet im Wesentlichen, dass das Feedback in die Alltagsroutinen des Managements quasi turnusmäßig integriert ist und ein negativ besetzter Punkt in zwei positiven Bemerkungen eingebettet wird – und zwar, ohne die Negativ-Kritik selbst zu negieren. Es geht vielmehr darum, sie auf der sachlichen Ebene zu halten, um dem Gegenüber die Akzeptanz zu ebnen und im Zuge des Veränderungsprozesses die Kooperationsbereitschaft, den Willen und die Motivation unbeschadet zu erhalten. Zudem nutze ich u.a. folgende Faustregeln:

Beim Feedback geben…

  • …die Sätze kurz, knapp, klipp und klar halten
  • …am Satzende die Stimme senken
  • …auf autoritäre – sprich: ausladende – Gesten verzichten
  • …Gesprächsnotiz anlegen

Beim Feedback nehmen…

  • …keine Unsicherheit – oder gar: Angst – zeigen
  • …Protokoll führen
  • …die eigene Perspektive zusammenfassend darlegen
  • …Folge-Gespräch vereinbaren (sofern keine turnusmäßigen Regelungen bestehen)

Zudem ist in beiden Kommunikationsrollen gleichermaßen wichtig, zum Gesprächsende im Konsens festzuhalten, welche Punkte im Folge-Gespräch evtl. weiterer Klärung bedürfen und was als Fazit aus der tagesaktuellen Feedback-Runde ‚mitgenommen‘ werden kann.

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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