„Momo“ von Michael Ende

Thienemann Verlag, Auflage: Neuausgabe, 2005
304 Seiten,  € 14,95

In diesem zeitlosen und generationsübergreifenden Klassiker brilliert die Titel-Heldin Momo u.a. darin, anderen Menschen empathisch zuzuhören. Mit ihrer stiller Zugewandtheit befähigt sie sie, ihre persönlichen Begabungen zu entdecken, den eigenen Motivationsquellen zu folgen und ganz privat den Mut für unkonventionelle Wege zu fassen. Dabei spiegelt Momo lediglich das wider, was sie als augenscheinlich und offensichtlich wahrnimmt.
Ihr jeweiliges Gegenüber scheint sich hingegen erst in der Begegnung mit ihr wirklich zu begreifen, frei nach der kommunikationswissenschaftlichen Erkenntnis: ‚Das Ich entsteht durch das Du.‘

 

„Immer war es Oskar“ von Tony Ross

Baumhaus-Verlag, 2002
ca. 20 Seiten, z.Z. vergriffen,
in Antiquariaten sicherlich auffindbar

Billy ist der beste Freund vom kleinen Oskar. Sofern sie die Geschichte nicht gerade vorlesen, bleibt Billy für die meisten Erwachsenen allerdings unsichtbar – und zwar ausgerechnet dann, wenn Oskar gerade mächtig Ärger ins Haus steht oder wenn er mit ‚erwachsenen‘ Vorwürfen konfrontiert wird.
Aus meiner Sicht bringt die Geschichte heim, dass phantastische Projektionen zumindest vorübergehend die Kraft entfalten können, Gefühle von Einsamkeit oder innerer Leere zu kompensieren… bis am Ende der vergleichsweise harte Boden der Realität sogar für Oskar kaum mehr zu vermeiden ist.

 

„Dr. Xargle’s Book of Earthlets“ von Jeanne Willis
mit Illustrationen von Tony Ross

Andersen Press Limited, 2011
ca. 26 Seiten, € 18,12

Das vieräugige und geschlechtsneutrale Alien Dr. Xargle klärt den außerirdischen Nachwuchs über das durchschnittliche Aussehen, die normalen Körperfunktionen und das konventionelle Verhalten menschlicher Erdlinge auf – unter Berücksichtigung unterschiedlicher Altersklassen u.a. soziologisch relevanter Kategorien. Um diese Phänomene live und in Farbe zu studieren, werden flugs britische Schul-Uniformen organisiert – und auch das Raumschiff ist bald startklar für den Ausflug zur Erde.

 



“Wie die Bilder laufen lernten“ von Hans Peter Thiel und Marcus Würmli

Meyers Lexikon Verlag/ Bibliographisches Institut Mannheim, 1995
45 Seiten, z.Z. vergriffen,
in Antiquariaten sicherlich auffindbar

Dass eine Geschichte erst durch die menschliche Vorstellungskraft zur vollumfänglichen Wirkung kommt, macht dieser interaktiv ausgerichtete und liebevoll gestalte Band deutlich – zum Beispiel durch herausnehmbare Folien. Sie rufen effektvolle optische Täuschungen hervor und setzen die ursprüngliche Wahrnehmung in einen unerwarteten neuen Rahmen. Auf diese Weise vermitteln die Autoren auf buchstäblich spielerische Weise, wie das Medium Film erfunden wurde, sich technologisch weiterentwickelte und Schritt für Schritt die Sehgewohnheiten des Publikums veränderte.

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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