‚Interkulturelle Kompetenz‘ bleibt fortwährend prozesshaft und bedeutet u.a., die ‚Universität des Lebens‘ von innen heraus zu kennen und sie buchstäblich als horizonterweiternd erlebt zu haben – oft parallel zu den formalen Bildungs- oder Arbeitsstätten.

Wer beispielsweise auf dem europäischen Festland aufwuchs und das persönliche Alltagsleben von einer Woche zur nächsten dauerhaft auf eine Insel verlagert, bildet quasi automatisch neue Perspektiven heran. Wer in einem Staat von der Flächengröße eines deutschen Bundeslands gelebt hat und sich dann entscheidet, in die USA auszuwandern, wird die eigenen Vorstellungen von geografischer Weite neu ausrichten.
Sich fern der regionalen ‚Heimat‘ in einer anderen Sprache, Kultur, Sozial- und Gesellschaftsstruktur einzufinden, prägt die speziellen Stärken eines Menschen allerdings nicht nur in Bezug auf Begrifflichkeiten oder innere Bildwelten. Auch im Kommunikationsverhalten, im Konflikt-Management sowie in punkto Lösungsfindung sind die Folgen meist positiv, nachhaltig und auf andere Lebensbereiche übertragbar wie etwa auf den Beruf. Zum Beispiel zeigt sich in der Fähigkeit, zwischenmenschliche Verbindungen einzugehen, anderen geradeheraus zu begegnen und Kontakte auf Dauer aufrechtzuerhalten, ob die vorherigen Phasen des persönlichen Lebens bereits erfordert hatten, das eigene empathische Wissen aus dem Effeff heraus zu erweitern und auf relativ unbekannte Leute wertschätzend und respektvoll zuzugehen – auf Alltagsbasis und zunächst zu Zwecken der Selbst-Organisation.

Deswegen gehört Auslandserfahrung zur unternehmerischen Kultur von SATZBAUWERK. Ich selbst habe beispielsweise rund fünf Jahre lang in Großbritannien gearbeitet.

In London wäre ich beinahe der Organisations-Königin Janice begegnet: Nachdem sie das erste Drittel ihres Lebens in Schottland verbracht hatte, zog es auch Janice in die englische Hauptstadt. Im Rückblick stellten wir fest, dass wir zeitweise in benachbarten Stadtteilen gewohnt hatten und sogar gewohnt waren, in denselben Läden einzukaufen – so wie heute wieder, in Berlin. Elke und Katharina waren jobbedingt lange in New York City u.a. Großstädten der USA unterwegs.
Aus diesen Gründen spricht das Team Deutsch und Englisch auf muttersprachlichen Niveaus und hat die interkulturelle Kompetenz glücklicherweise verinnerlicht. Zudem erweist sich bei internationalen Projekten als nützlich, dass Elke einen U.S.-amerikanischen Pass hat und Janice einen britischen. Mit Arbeitserlaubnissen am anderen Ufer von Nordsee, Atlantik oder Pazifik haben wir jedenfalls bislang wenig Probleme gehabt.

Wer der persönlichen interkulturellen Kompetenz mithilfe von Selbst-Tests auf die Spur kommen will, findet auf Website von www.interculture.de und des Fachgebiets Interkulturelle Wirtschaftskommunikation (IWK) der Universität Jena (Jürgen Bolten) analytische Fragebögen:
http://www.ikkompetenz.thueringen.de/selbsttest/

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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