Restaurant Nolle
Georgenstraße 203
D-10117 Berlin (Mitte)
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 11:30 bis 0:00 Uhr
Freitag und Samstag von 11:30 bis 01 Uhr, Sonntag von 11:30 bis 18 Uhr

Das Nolle liegt unter dem S-Bahnhofbogen Friedrichstraße, einen Steinwurf abseits
des touristischen Getümmels, das die Friedrichstraße tagtäglich zu prägen scheint.
Die Qualität der Getränke und des Essens ist weitgehend in Ordnung. Die Portionen kommen großzügig bemessen auf den Teller, sodass man hungrig eintreten sollte
oder verabredet, die Vor- und Hauptspeisen untereinander aufzuteilen.
Die Service-Kräfte verhalten sich zugewandt, aufmerksam und nah am Gast, sofern keine anders lautenden Wünsche geäußert werden. Für das internationale Publikum halten sie eine englischsprachige Karte parat.
Dank kurioser Stilbrüche bietet das Ambiente visuelle Anreize. Die großflächigen Innenräume werden beispielsweise durch gips-artige Säulen und Plastik-Palmen optisch durchbrochen. Auf den Baumwoll-Tischdecken liegen farblich unpassende Sets aus Papier. Wer den Blick schweifen lässt, entdeckt architektonische Besonderheiten, wie etwa das natürliche Oberlicht, das den hinteren Innenbereich nicht nur akzentuiert, sondern zur Einrichtung im Stil der 20er Jahre… sogar passt.

 

Kantine im Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
D-10117 Berlin (Mitte)
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag von 9:00 Uhr bis Mitternacht
Sonntag von 16:00 Uhr bis Mitternacht

Bis dato habe ich den Mann hinter der Theke zwar als mürrisch und zugeknöpft erlebt, aber auf das Essen und Trinken wartet in diesem Bistro niemand lange, zumal der Gast beides selbst zur Tafel trägt. Die Gerichte gehören geschmacklich zum unteren Durchschnitt. Deshalb bin ich dazu übergegangen, nur gesättigt über die Türschwelle
zu treten.
Wer die Tische eigeninitiativ zusammenrückt, auseinanderzieht oder gar darauf steigt, wird stillschweigend toleriert und im besten Sinn in Ruhe gelassen. Der Raum ist ohnehin groß genug, um anderen Gästen nicht in die Quere zu kommen. Aus diesem Grund eignet sich die Kantine für den lebendigen Meinungsaustausch in großen und kleinen Runden.

 

Destille Hackendahl
Friedrichstr. 128
D-10117 Berlin (Mitte)

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag ab 11:00 Uhr
Samstag ab 15:00 Uhr

Website: http://www.hackendahl-berlin.de/
Facebook-Fanpage: https://www.facebook.com/Hackendahl

Der Name des Lokals geht auf Hans Falladas (1893 – 1947) Protagonisten Gustav Hackedahl aus dem Roman Der Eiserne Gustav zurück. Falladas historische Vorlage ergab sich aus dem renitenten Leben des Berliner Droschkenkutschers Gustav Hartmann (1859 – 1938), der auf dem Alten Friedhof Wannsee bis heute ein Ehrengrab hat. Seine Silhouette ziert das Logo vom Hackendahl in der markanten Rückansicht.
Wer Gin, Rum, Bier oder schummriges Licht mag, ist im Hackendahl goldrichtig und kann en passant die Spezialität des Hauses entdecken: den Weinkorn ‚Berliner Brandstifter.‘ Leicht angestaubte und liebevoll platzierte Accessoires runden den Charme der Inneneinrichtung ab.
Zudem lohnt sich, nach dem Keller zu fragen, denn die historischen Gemäuer sind ein Blickfang und dem Kellner merkt man reinweg an, dass er seinen Job wirklich mag.

 

Café Am Schwarzen Brett
Friedrich-Wilhelm-Straße 67
D-12103 Berlin (Tempelhof-Schöneberg)
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag von 16:00 bis 21:00 Uhr
Website: http://www.amschwarzenbrett.de/

Das Café liegt im Abseits einer Hauptgeschäftstraße. Fern der Laufkundschaft wirken die Betreiber diesem Standortnachteil mit konzeptionellen Ideen entgegen, die ihren Ausdruck bereits in der Namensgebung  gefunden haben: Hier geht es um Kiez-Kultur, aktiven Austausch, um Kommunikation und lokale Netzwerkbildung – online wie offline. Folglich steht drinnen das ’schwarze Brett‘ real und handfest zur Verfügung, zum Beispiel, um auf örtliche Veranstaltungen hinzuweisen oder von anstehenden Aktionen zu berichten.
Die begrenzte Getränkeauswahl wird durch die sympathischen Menschen hinter der Theke locker wettgemacht. Zudem sind die Innenräume geschickt zugeschnitten und im Stil eines Kaminzimmers mit Kronleuchtern und Polstermöbeln häuslich-bequem eingerichtet, sodass das Verweilen leicht fällt.
Für warme Herbstabende bietet sich die Holz-Terrasse vor dem Café an. Sie ist windgeschützt und baulich vom Bürgersteig abgesetzt. Dadurch kann man dem Alltagstrott buchstäblich ‚entgehen.‘ Vor diesem Hintergrund gereicht die ruhige Lage sogar zum gastlichen Vorteil.

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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