Authentisch zu sein bedeutet u.a., das Bewusstsein für die eigene innere Entwicklung eigeninitiativ in den Alltag zu integrieren und beruflich wie auch privat im Begriff zu sein, die Motivation für richtungsweisende Entscheidungen ausgerechnet aus diesem Selbstverständnis heraus zu schöpfen.

Damit geht einher, dass man ein wirklichkeitsnahes Gespür für die persönlichen Stärken und Schwächen bereits entwickelt hat – zum Beispiel, indem man das Feedback von Vertrauenspersonen selbst-reflexiv aufnimmt und verarbeitet. Oder indem man mithilfe von Selbst-Beobachtungen unabhängige Positionen bezieht und auch imstande ist, sie unkompromittiert nach außen zu vertreten.

Wer die eigenen Kompetenzen kennt und im Blick behält, kann daraus ableiten…

Dadurch bekommen die persönlichen Zielsetzungen einen eigenständigen Inhalt, der immanent sogar die Mittel aufweist, mit denen man realistischerweise erreicht, was man für sich erreichen will, ohne dabei blindlinks – quasi ‚unbedingt‘ – in unkalkulierbare Risiken zu stürzen.
Darüberhinaus erfordert das Streben nach Authentizität, aus sich selbst heraus zu wissen und zu akzeptieren, was man nicht weiss, nicht kann und nicht will – etwa, um Irrwegen von vornherein vorzubeugen, um unerreichbares Wunschdenken aktiv zu vermeiden und um die Hürden zu identifizieren, die möglicherweise mit den eigenen Kompetenzfeldern im Konflikt stehen.
Die individuellen Schwächen legen offen, an welchen Schnittstellen man auf die Kompetenz anderer Menschen bauen sollte, anstatt allein auf sich zu vertrauen. Darin ist inbegriffen, selbstbewusst die Initiative ergreifen zu können, zum Beispiel, um anhand von Aufgabenverteilungen, durch interdisziplinären Wissensaustausch oder mittels beruflicher wie auch privater Netzwerke wirksame Strategien zum Ausgleich persönlicher Defizite heranzubilden.
Durch den Abgleich von Selbst- und Fremdwahrnehmungen werden die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung in der Regel zügig erfasst – sowohl hinsichtlich der eigenen Fortschritte wie auch in Anbetracht von Rückschlägen, die mehr oder minder für jede_n lebenslang zu erwarten sind.

Aus diesen Gründen ist von Nutzen, die persönlichen Wertvorstellungen benennen zu können und zumindest für sich selbst bereits verstanden zu haben, wie und/oder woraus sie entstanden sind, wodurch sie sich eventuell noch im Jetzt und Hier verändern könnten – oder warum sie auf absehbare Zeit eben nicht mehr veränderbar zu sein scheinen.

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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