Kreativ zu sein bedeutet, ‚etwas‘ zu produzieren, das aus einem individuellen Antrieb heraus gegenständliche Formen annimmt und hierüber ein allgemeingültiges Format erhält – etwa als öffentliche Veranstaltung, als Text-, Audio- oder Grafikdatei.

Dadurch wird die schöpferische Kraft für andere real (be-)greifbar. Zudem bekommt die Kreativität eine berechenbare Größe – etwa, um Rechnungen zu stellen oder um die Vergleichbarkeit zu ähnlichen Werken zu gewährleisten.
Zum unabdingbaren Handwerkszeug kreativer Köpfe gehört zwar auch die Fähigkeit, ideenreiche Gedankenzüge zu entwickeln. Als Ausdrucksform von Kreativität greift die mentale Ideenvielfalt allerdings zu kurz. Denn ohne die manifeste Umsetzung bleiben solche Einfälle kaum mehr als persönlichkeitstypische Denkmuster. Die redensartlichen ‚Luftschlösser‘ werden erst durch einen ‚bodennahen‘ Unterbau begehbar, der in der Wirklichkeit verankert ist. Dadurch werden sie sogar: begehrbar.

In meiner kreativen Arbeit behalte ich u.a. diese ‚Verankerungen‘ fest im Blick:

  • das strategische Handlungskonzept; um das Erstrebenswerte mit dem Praktikablen zu verbinden, definiere ich u.a., welche Zielgruppe(n) mit den kreativen Arbeitsergebnissen potentiell erreichbar sind – warum, wie und (bis) wann, zu welchem Zweck und mit welchen Nutzwerten
  • die Originalität in der Umsetzung; um unterscheidbar zu bleiben, vergegenwärtige ich mir, welche einzigartigen Ressourcen für das kreative Projekt bereitstehen, welche methodischen Kombinationen möglich sind und vor allem: welche davon sinnvoll erscheinen (etwa in Bezug auf die Nutzwerte und den zielgruppengerechten Zweck)
  • die Alleinstellungsmerkmale; um der kreativen Arbeit eine nachhaltige Wirkung zu geben, fokussiere ich mich auf den charakteristischen Kern, den ausgerechnet dieses Projekt ausmacht – im Unterschied zu ‚allen anderen.‘ Denn inmitten branchenkonformer Ähnlichkeiten sind es in der Regel die Unterschiede, die publikumswirksam in Erinnerung bleiben, Aha-Erlebnisse generieren – und dadurch die positive Neugier anderer wecken.

Vor diesem Hintergrund bedeutet kreativ zu sein: den Ideenreichtum produktiv statt re-produktiv zu nutzen, um das Jetzt und Hier schöpferisch, pragmatisch und originell auszugestalten. Dabei gilt, mit dem einen Auge auf die Wirklichkeit zu schauen und das andere Auge firm auf den wesentlichen Inhalt zu richten.  

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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