Ich nutze das Laptop jeden Tag – etwa, um Texte zu schreiben, Informationen zu verwalten, Fotos und Grafiken zu bearbeiten oder um die Korrespondenz und den Kalender zu führen.

Trotz Laptop-Halter, kabelloser Maus und externer Tastatur habe ich mir einmal pro Quartal eine Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk dabei eingehandelt. Ergo: An meinem Arbeitsplatz ist die Ergonomie noch ausbaufähig. Deshalb habe ich mich kurzerhand um die ergonomische Optimierung gekümmert. Dabei bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Ich habe Elke Koepping gebeten, ihren analytischen Blick darauf zu richten, mit welcher Körperhaltung ich am Arbeitsplatz sitze. Ihr fiel auf, dass…

  • …die externe Tastatur etwa einen Zentimeter erhöht ist. Aus diesem Grund habe ich meine Handgelenke beim Schreiben leicht abgeknickt;
  • …die Erhöhung der Sitzfläche dazu führen würde, dass ich mit den Füßen nur knapp den Fußboden erreiche.

Nach dieser Arbeitsplatz-Prüfung habe ich im Handumdrehen in Ergonomie investiert und…

  • …eine gel-gefüllte Handgelenkstütze angeschafft, die jetzt direkt vor der externen Tastatur liegt. Sie ist leicht zu reinigen und hat sogar ein dezentes Design. Der Hersteller gewährt eine mindestens zehnjährige Produktlebensdauer;
  • …aus ästhetischen Gründen keinen luftgefüllten Sitzball gekauft, sondern ein ebenfalls luftgefülltes Sitzkissen. Dieses Sitzkissen ist abwaschbar und weist zwei unabhängige rückentherapeutische Prüfsiegel auf. Der Hersteller garantiert eine 30-jährige Produktlebensdauer;
  • …von der Friseurmeisterin Edda Waidmann eine Fußstütze übernommen. Bei der Preisverhandlung erläuterte sie mir: „Meine Kundschaft hat immer gern mit den Fußstützen gespielt, weil das Fußbrett leichtläufig um die Achse routiert.“ Zudem handelt es sich um ein deutsches Fabrikat, „und das ist nach einem Vierteljahrhundert noch unkaputtbar,“ wie Edda beteuert: „Dazu gibt es keine zwei Meinungen.“

Im Anschluss daran habe ich die ergonomischen Arbeitshilfen in den Arbeitsalltag integriert und die Macht vormaliger Gewohnheiten nach und nach durchbrochen.

Es braucht allerdings Geduld und Selbstdisziplin, um die frühere Körperhaltung abzulegen und durch eine neue zu ersetzen. Nach der Methode von Versuch und Irrtum habe ich zum Beispiel knapp drei Tage gebraucht, um meinen Körperschwerpunkt mit dem Sitzkissen übereinzubringen und die Position der Fußstütze danach auszurichten. Parallel dazu habe ich auch die Handgelenkstütze und die externe Tastatur einen Tag lang hin und her geschoben, bis ich die Ausrichtung als bequem empfand.
Dass seitlich zu meinen Arbeitstisch ein Wandspiegel hängt, ist mir als Mittel der Selbstkontrollle zugute gekommen: An meinem Spiegelbild kann ich ablesen, ob meine Sitzhaltung den Empfehlungen des Bundesverbands der deutschen Rückenschulen (BdR) e.V. entspricht.
Als Linkshänderin nützt mir auch, dass mein Füllfederhalter eine Linkshänder-Feder hat. Deshalb habe ich u.a. eine Schere für Linkshänder_innen ausprobiert. Sie taugt so viel wie die handelsüblichere Ausführung für Rechtshänder_innen: „Bei der Scherenführung kommt es bloß darauf an, dass der Schraubenkopf nach oben zeigt,“ meint Edda.

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

Kommentar zur Freigabe einsenden:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s