Trotz der generellen Bedenken, den Sozialstaat aus der Verantwortung zu entlassen, zeige ich mich rund ums Jahr gern zur Hilfe bereitDenn wer sich aufrichtig für andere einsetzt, handelt sozial, zollt dem Gegenüber Respekt, stärkt das eigene Selbstbild und fördert selbstwirksam den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Aus diesen Gründen teile ich mein Wissen. Ich spende auch Geld, Blut, Sachen – und Zeit, wie zuletzt, als ich meinen Keller aufräumte, um für die Friseur-Meisterin von nebenan die saisonalen Dekorationsartikel einzulagern.
Durch das Geben, Teilen und Annehmen entstehen alltagspraktische Vorteile für alle Beteiligten, weil in einer Atmosphäre des Miteinanders u.a. das Bewusstsein dafür wächst, aktiven Anteil am ‚großen Ganzen‘ zu haben, der ethischen Verantwortung gerecht zu werden, Sinn zu stiften und frei heraus imstande zu sein, die persönlichen Ressourcen nutzbringend anzuwenden.

Wer Gutes tut, trainiert auch die eigene interpersonelle Führungskompetenz – u.a. mithilfe folgender Management Skills:

  • Zugunsten von Teamarbeit den egozentrierten Durchsetzungswillen hintenan stellen.
    Dazu gehört beispielsweise die Fähigkeit, die Macht individueller Gewohnheiten zu durchbrechen, die Perspektive (selbst-) achtsam zu wechseln und sich in die Situation anderer adäquat einfühlen zu können. Durch diese Dynamik beugt man in der Regel ‚wie von selbst‘ dem persönlich gefärbten Tunnelblick vor, zeigt stattdessen ein konziliantes Anpassungsverhalten und fokussiert sich auf die eigene Flexibilität.
  • Die verfügbare Zeit firm auf den Zweck ausrichten. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass ich durch die Bitte der Friseurmeisterin Edda Waidmann einen Nutzwert darin sehen konnte, den Keller aufzuräumen, um Lagerplatz zu schaffen. Zudem habe ich mein planerisches Denken dabei anders angewandt als in den Kontexten, die ich sonst gewohnt bin, sodass ich am Ende des Tages ein besonderes Gefühl von Zufriedenheit erlebt habe.

Evolutionspsychologen wie William Michael Brown legen nahe, dass Menschen,
die andere ‚altruistisch‘ unterstützen, gesünder leben als diejenigen, die allein ’sich selbst genügen.‘

Bei SATZBAUWERK spornt mich auch dieser Gedanke dazu an, einmal pro Woche dem Prinzip des sogenannten ‚FedEx Day‘ zu folgen. Das heißt: Mittwochs setze ich zehn Prozent meiner Arbeitszeit dafür ein, den Netzwerk-Partner_innen projektbezogene Verbesserungen vorzuschlagen, um tags darauf konstruktive Impulse ‚abzuliefern.‘

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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  1. tmampel sagt:

    Hat dies auf mampel´s welt rebloggt und kommentierte:
    zur Diskussion: ein Beitrag von Jana V. Chantelau auf blog-satzbauwerk.de

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