„Träume, was du träumen willst: Die Kunst des luziden Träumens“
von Stephen LaBerge und Howard Rheingold
mvg Verlag, 2014
336 Seiten, € 16,99

Was allgemeinhin als ‚Realität‘ empfunden und beschrieben wird, ist für Traumforscher wie Stephen LaBerge und Howard Rheingold nichts weiter als die persönliche Wahrnehmung individueller ‚Wirklichkeit’swelten: Wer sie im Rahmen von Tag- und Nachtträumen sachkompetent zu deuten weiß, ist im Vergleich zu anderen eher imstande, alltagstaugliche Impulse daraus zu extrahieren, zum Beispiel hinsichtlich der eigenen querschnittartigen Erfahrungen oder auch in Bezug auf einzelne Ereignisse, die die eigene Persönlichkeit nachdrücklich geprägt haben.
Vor dem Hintergrund solcher Denkmuster hat das Autoren-Team an der Stanford University (USA) eine experimentelle Forschungsreihe durchgeführt, um bewusst erlebten Klarträumen auf der Spur zu bleiben – und um das sogenannte ‚luzide Träumen‘ effizient trainieren zu können.
Dabei ist dieses Übungsbuch entstanden. In leicht verständlicher Sprache verbindet es das fachliche Hintergrundwissen der Wissenschaftler mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, die die Leser_innen darin unterstützt, ‚bewusster‘ und aufmerksamer als bisher zwischen den unterschiedlichen Wachheitsphasen zu wechseln – aktiv und frei nach Bedarf.

 

„The House of Sleep“
von Jonathan Coe
Penguin, 2008
352 Seiten, € 10,50
in englischer Sprache

Um die Macht des Unbewussten fiktional zu umreißen, zeichnet die Erzählstruktur dieses schwarz-humorigen Romans die unterschiedlichen Schlafphasen mehrerer Protagonist_innen nach. Die Handlung ist in einem Gebäude verortet, das vormals zu einer Universität gehörte, danach zur Klinik für schlafgestörte Menschen umfunktioniert wurde und nunmehr eine Gruppe früherer Kommiliton_innen wie zufällig zusammenführt. Dass sie sich wechselseitig den Schlaf rauben – warum, wie und mit welchen Folgen – erschließt sich allerdings mit jedem Kapitel mehr, bis das gesamte Beziehungsgeflecht offengelegt ist.

 

„Die Wette auf das Unbewusste“
von Iris Hanika und Edith Seifert

Suhrkamp Verlag, 3. Auflage, 2006
173 Seiten, € 12,00

In diesem Erfahrungsbericht schildert die vormalige Analysantin Iris Hanika u.a., warum sie ihre sechseinhalb-jährige Psychoanalyse mit der Psychoanalytikerin Edith Seifert als Akt der Selbstbefreiung erlebt hat, was die gesprächszentrierte Arbeit zur Alltagsbewältigung beisteuern konnte und welche Techniken ihr dauerhaft förderlich geblieben sind, um sich selbst adäquate Rückzugsräume zu verschaffen und situationsgerechte Mittel zur Selbstdistanzierung anzuwenden.
Edith Seifert nimmt dazu Stellung, erläutert ihre fachliche Herangehensweise und nutzt obendrein noch die Gelegenheit, um mit gängigen Vorurteilen über psychoanalytisches Arbeiten überzeugend aufzuräumen.

 

„Dschumanji“
von Chris Van Allsburg
Ravensburger Buchverlag, 1988
30 Seiten, z.Z. vergriffen,
im Antiquariat sicherlich auffindbar

Das Kinderbuch wurde von Alissa und Martin Walser übersetzt und schildert, was die Geschwister Judy und Peter erleben, als sie einen Nachmittag lang frei von elterlicher Aufsicht sind: Wie im Schlaf stoßen sie auf ein Abenteuerspiel, bei dem sämtliche Figuren eine reale Gestalt annehmen, alle Spielanweisungen zu Tatsachen werden und der Verlauf des Spiels mehr und mehr die Wohnung verwüstet. Um dem Durcheinander Einhalt zu gebieten, kooperieren die Kinder, bis Judy das Zauberwort ‚Dschumanji‘ entdeckt und lauthals in den Raum hinein ruft. Als die Mutter sie und Peter aufweckt, empfängt der Vater bereits die Gäste der Familie – und zwar zum Abendbrot.

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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