Die Kraft einer Argumentation liegt in der Regel darin, dass man kohärente Zusammenhänge schafft, emotionale Bezugspunkte setzt und diese stilistischen Mittel zu einem plausiblen Fazit zusammenführt.

Frei nach Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.) greift dabei u.a. die Wechselwirkung zwischen Ethos – im Sinne von Glaubwürdigkeit und Autorität –, von Pathos – im Sinne von Scharfzüngigkeit und Appell – und vom Logos – im Sinne von: Folgerichtigkeit und Beweisführung.
Die Voraussetzung ist allerdings, dass die Bedeutung der verwendeten Begriffe entweder inhaltsgleich bleibt oder ausdrücklich neu aufgefasst wird. Ansonsten besteht die Gefahr, Verwirrung zu stiften oder Missverständnisse zu produzieren – beispielsweise, weil vielsinnige Wörter (sogenannte Homonyme) unbemerkt in den eigenen Sprachgebrauch eingegangen sind, wie etwa: ‚überlegen‘, ‚korrespondieren‘, ‚lähmen‘, ‚Haushalt‘, ‚Sprung‘ oder ‚Biss‘.
Zudem ist nützlich, einzelne Ereignisse von allgemeinen Eigenschaften zu unterscheiden – und die Gegenwart von der Zukunft – zum Beispiel, um auch das Zufallsprinzip hintergründig zu berücksichtigen. Denn das etwas ist, wie es gerade ist, ergibt noch kein Bild darüber, wie etwas werden wird; was tagesaktuell ansteht, mag demnächst gänzlich anders sein – formal wie inhaltlich.

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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