Die Fähigkeit, sich im zwischenmenschlichen Miteinander sozial kompetent zu verhalten – sich also situationsgerecht auf andere einzustellen, gefühlsklar und tolerant auf das Gegenüber zuzugehen – ist im Wesentlichen in der Persönlichkeitsstruktur verankert.

Gleichwohl können die unternehmensinternen Weichenstellungen auf der Ebene der Arbeitsorganisation dazu beisteuern, dass diese individuellen Eigenschaften zur Entfaltung kommen – oder eben nicht.

Zum Beispiel wird der Faktor ‚Sozialkompetenz‘ erfahrungsgemäß
dadurch begünstigt, dass…

  • …man im Berufsalltag ein gesichertes Maß an Handlungsfreiheit bekommt und intern wie extern zu nutzen weiß – getreu des Prinzips, „Vertrauen gegen Vertrauen“ zu setzen.
    Denn dadurch wird u.a. die Wirksamkeit der eigenen Planung und Umsetzung alltagsspezifisch erlebbar. In der Regel stützt sich gerade darauf auch das Zutrauen in den persönlichen Sachverstand, die Zuversicht, berufliche Zusammenhänge selbst beeinflussen zu können (statt ihnen ‚ausgesetzt‘ zu sein) und das Bewusstsein dafür, dass manche Situation gelegentlich der Selbstdistanz bedarf, um beispielsweise das eigene Fehlerpotenzial auf dem inneren Radar zu halten. Oder um sich zu vergegenwärtigen, welche Sinnstiftungen die tagesaktuellen Arbeitsprozesse jeweils innehaben.
  • …ein solides Sozialverhalten die teamübergreifende Konfliktfähigkeit fördert, zum Beispiel, wenn die einzelnen Aufgabenstellungen ein komplexes Gesamtgefüge ergeben, wenn folglich unterschiedliche Fachbereiche am selben Projekt zusammenwirken oder wenn die gemeinschaftlichen Arbeitsprozesse vor internationalen und/oder interkulturellen Hintergründen stattfinden.
    Denn in der Regel ist sozial-kompetenten Menschen eine Kombination aus Empathie und Verantwortungsgefühl zu eigen, die ihnen einerseits ermöglicht, sich zurückzuhalten, um die Positionen anderer innerlich nachzuvollziehen – mit aufrichtigem Interesse und selbst-motivierter Lernbereitschaft – und die sie andererseits dazu befähigt, die eigenen Bedürfnisse und Erwartungen unmissverständlich zu formulieren (statt ‚hintenan‘ zu stellen) – mit gesunder Selbstachtung und appellierender Handlungsbezogenheit.

Im Grundsatz bedeutet das, dass jede Fach- und Führungskraft allen anderen Fach- und Führungskräften eine professionelle Rückmeldung zur Sachkompetenz gibt und dabei u.a. auch die individuell erreichten Erfolge analysiert und gewichtet.

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

Kommentar zur Freigabe einsenden:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s