Dass ich mehr Sport als bisher machen könnte, hatte ich im Freundeskreis bereits mehrfach gehört – noch bevor ich mir das Sprunggelenk gebrochen hatte und das Außenband in meinem rechten Fuß gerissen war.

Danach riet mir mein Unfallarzt, das Vertrauen in meinen Laufapparat mithilfe von Physiotherapie wiederherzustellen. Zum Abschluss der Physiotherapie sagten meine Krankengymnastinnen, dass ich das Training in eigener Regie fortsetzen solle. Zum Beispiel durch ‚leichte Joggingeinheiten‘ und durch ‚präzise ausgeführte Rückengymnastik‘, damit der Torso nicht zu kurz kommt und sportliche Ausgleichsbewegungen gegeben sind.
In der Praxis meines Hausarztes habe ich folglich einen Fitness-Check für über 40-jährige gemacht und meine Physiotherapeutinnen darum gebeten, anhand dieser Werte einen Trainingsplan für mich zu entwickeln.

Darüberhinaus haben sie mir nützliche Tipps für die Sportausstattung gegeben. Aufgrund des Gelenkbruchs ist – aus ihrer Sicht und in meinem ‚Fall‘ –
zum Beispiel wichtig gewesen…

  • …Laufschuhe zu kaufen, die insbesondere bei der Stabilität, der Dämpfung und der Rückfederung überdurchschnittlich gute Werte aufweisen.
    Denn dadurch kann man den physikalischen Kräften entgegenwirken, die die Gelenke und Bänder im besonderen Maß beanspruchen, zum Beispiel bei Ausdauersportarten wie Jogging.
    Zudem erhöht sich der Laufkomfort, sodass der Anreiz steigt, sportlich aktiv zu bleiben – und zwar: unabhängig von der ortsgegebenen Bodenbeschaffenheit.
  • …ein Minitrampolin anzuschaffen, das für den Innenraum geeignet ist und eine Sprungfläche hat, die mit Gummikabeln (statt mit Stahlfedern) abgefedert wird.
    Denn damit kann man jede Laufbewegung einzeln trainieren, die Tiefenmuskulatur in den Beinen aufbauen und das Lymphsystem anregen, ohne vom Wetter abhängig zu sein oder die Gelenke zu belasten. Allerdings kommt man nicht umhin, nach jeder Anwendung die Position der Gummikabel zu prüfen und ggf. neu zu justieren, damit das Gerät gesundheitszuträglich – und ohne Reibungsverluste – funktioniert.

Weil ich mir vergegenwärtigt habe, dass man in der Regel zwei bis drei Wochen braucht, um eine Routine zu verinnerlichen, ist mir der Einstieg ins Fitness-Programm mit innerer Gelassenheit gelungen.

Zum Beispiel jogge ich zurzeit zwei- bis dreimal pro Woche durch die Grünanlage in meiner Nachbarschaft. Die Dauer richte ich nach meiner tagesaktuellen Zeitkapazität aus. Das heißt: Ich laufe für mindestens 20 Minuten, maximal für 45 Minuten. Um nicht zu stolpern oder gar zu stürzen, halte ich mich an kurze Schrittlängen und an ein langsames Lauftempo.
Im Rhythmus von jeweils drei Wochen habe ich jeweils ein Fitnessgerät in diesen Modus integriert, um Ausgleichssportarten zum Jogging durchgängig einzubinden. Wenn ich nicht draußen trainiere, nutze ich vor allem das Minitrampolin.
Die entsprechenden Übungen habe ich in der Praxis für Physiotherapie gelernt. Ein Heft mit weiteren Trainingsaufgaben hat die Herstellerfirma mitgeliefert. Jede Übung dauert nur wenige Minuten, sodass ich innerhalb von ca. zehn bis 15 Minuten das Tagespensum locker-leicht erfüllt habe.
Zudem hat mir ein befreundeter Sportwissenschaftler ein Rückentrainingsgerät aus ‚zweiter Hand‘ vermittelt, auf meine Körpermaße angepasst und eine Handvoll Übungen daran gezeigt, die für Abwechslung sorgen und für Einsteiger_innen leicht umsetzbar sind. Bei der gerätebasierten Körperarbeit hat sich für mich bewährt, nach dem Training sowohl das Minitrampolin wie auch das Rückentrainingsgerät im Raum stehen zu lassen wie eine ’stumme Aufforderung‘.
Meine Sportbekleidung lege ich – ordentlich zusammengefaltet – direkt daneben, damit sie aussieht wie ‚eine Einladung‘. Zu meinem Outfit gehört zum Beispiel eine Trainingsjacke, jeweils eine hautfreundliche Jogginghose für den Sommer und für den Winter, Sportsocken und -hemden. Denn: Statt ins Fitnessstudio zu gehen, bevorzuge ich die Bewegung im Freien.

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

Kommentar zur Freigabe einsenden:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s