„Petzi im Unterseeboot“
von Carla und Vilhelm Hansen
Carlsen Verlag, 7. Auflage, 1977
32 Seiten, z.Z. vergriffen

Aus weggeworfenen Blechtonnen hat Seebär ein Unterseeboot gebaut, das behufs der Tauchfähigkeit ausgetestet wird. Als das Gefährt zur Jungfernfahrt aufbricht, sind Seebärs Freunde Petzi, Pingo, Pelle, Paul Andersen und Lämmchen – wie fast immer – mit von der Partie. Unterwegs begegnen ihnen Krokodile, Tintenfische, Giraffen und Nashörner, bis sie am Strand der drei Schweinchen versanden und mit ihnen gemeinsam schlussfolgern, dass Seebär etwas anderes konstruiert hat als ausgerechnet ein Unterseeboot. Sie erkennen dabei auch, wie der Wert der Idee im Versuch ihrer Umsetzung bestehen bleibt.

 

„Asterix Band 26: Die Odyssee“
von Albert Uderzo
Übersetzung von Gudrun Penndorf
Ehapa Comic Collection, 7. Auflage, 2011
48 Seiten, € 12,00

Der Feldherr Julius Caesar heckt mit dem Geheimdienstagenten Nullnullnix einen Spionageplan aus, um das widerspenstige Dorf von Asterix auszukundschaften und unterjochen zu können. Für solche Spähmanöver scheint der Zeitpunkt sogar ‚historisch günstig‘ zu sein, denn um den Trank zu brauen, der die Schutzkraft der Kleinsiedler_innen nähren würde, fehlt dem Dorf-Druiden Miraculix eine wichtige Zutat: das Steinöl. Zwar reist Asterix mit seinem Freund Obelix und dem Hund Idefix u.a. rund ums Mittelmeer, nach Asien und in den Nahen Osten, um die Essenz irgendwo noch aufzustöbern. Der Erfolg der Mission bleibt allerdings – ausnahmsweise – aus. Wie es der Dorfgemeinde dennoch gelingt, die imperialen Intentionen eigeninitiativ zu durchkreuzen, wird schlussendlich auf der vorletzten Seite offenbart.
Dass der französische Zeichner Albert Uderzo die Geschichte erstmals ‚im Bild‘ wie auch ‚im Wort‘ erzählt, liegt daran, dass „Die Odysee“ der erste Band ist, der nach dem Tod des originären Texters René Goscinny (1926 – 1977) veröffentlicht wurde. Dieser Kontext spiegelt sich auch im Subtext wider, etwa darin, dass das Alter Ego von Goscinny in der Figur des Saul Nizahle reüssiert, dass biblische Bezüge hergestellt werden und die Figur des Miraculix – ausnahmsweise – zu vollkommen unnützen Volksdrogen greift.

 

„Im Schatten keiner Türme“
von Art Spiegelman
Übersetzung von Christine Brinck und Jürgen von Rutenberg
Atrium-Verlag, 2011
42 Seiten, € 34,90

Dass die Twin Towers des New Yorker World Trade Centers durch das terroristische Netzwerk al-Qaida zerstört wurden, bricht der U.S.-amerikanische Cartoonist Art Spiegelman auf die alltagsphilosophische Bedeutungsebene des eigenen Mikrokosmoses herunter, indem er seine Angstzustände am Tag dieses Gewaltakts detailgenau schildert und kritisch nachzeichnet, welche zivilgesellschaftlichen Auswirkungen daraus resultiert sind. Spiegelman lebt nämlich mitten in New York City (USA) und ist am 11. September 2001 in die United Nations International School (UNIS) des Stadtteils Manhattan geeilt, um sein neun Jahre altes Kind schnellstmöglich nach Hause zu holen. Er hatte die brennende Sorge, dass die Bildungsstätte im nächsten Moment ein weiteres Anschlagsziel darstellen würde.
In der Bundesrepublik Deutschland (BRD) ist der Comic-Bericht „Im Schatten keiner Türme“ in der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ als Serie erschienen und wurde erst nachfolgend im Buchformat aufgelegt – allerdings um ca. zehn Seiten eingekürzt.

 

„Barks Library Special: Onkel Dagobert, Band 18“
von Carl Barks (1901 – 2000)
Übersetzung von Dr. Erika Fuchs (1906 – 2005)
Ehapa Comic Collec, 2001
64 Seiten, € 8,60

Neben zwei zeithistorischen Essays über die Comic-Figur Dagobert Duck präsentiert der Band vier Geschichten, die veranschaulichen, wie sich ‚Onkel Dagobert‘ unter den Eindrücken seiner Arbeitsbiografie selbstwirksam verändert – und auch unternehmerisch stets weiterentwickelt. Mit seinem ewig verkannten Neffen Donald und den smarten Nachwuchstalenten Tick, Trick und Track erforscht er zum Beispiel den planetaren Weltraum, um zu Zwecken des Eigenbedarfs eine diebstahlgeschützte Speicherkapazität für den irdischen Mammon sicherzustellen.
Danach besinnt sich Dagobert auf seine Heimatstadt Glasgow (Schottland), um als bildender Künstler die Kunst der Moderne zu bereichern – und zwar: im Geiste ‪von Charles Rennie Mackintosh (1868 – 1928). Zudem entwickelt Dagobert eine munitionslose Form der Wildjagd und gewinnt als Freizeit-Fuchsjäger ein Gut, das kein Mensch kaufen kann, nämlich: Respekt.

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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