Liebe Blog-Leserschaft,

ich freue mich, im Geist der Meinungsvielfalt den ersten Gast-Beitrag von Sandra Schmidt zu veröffentlichen: Sie berichtet von ihren Erfahrungen mit der sogenannten „elektrischen Zigarette“ und zieht ein Fazit, das ich für nachvollziehbar halte, auch wenn meine eigenen Überzeugungen bekanntlich davon abweichen.

Jana Chantelau

 

Die e-Zigarette… zum Abgewöhnen?

Die Diskussion um die e-Zigarette – „gut“ oder „nicht gut“, gesundheitsschädlicher als rauchen oder viel gesünder, „Krücke“ oder „Rettungsanker“ – scheint endlos. Die Zeit wird zeigen, ob die Gesundheitsschädigungen des Dampfens sich mit denen des Rauchens die Waage halten, nicht existieren oder schlichtweg andere sind.

Die e-Zigarette – gelegentlich auch „e-garette“ genannt – hat mir die ideale Möglichkeit eröffnet, mit dem Rauchen aufzuhören.

Das habe ich geschafft, indem ich das Nikotin in der e-Zigarette über mehrere Wochen langsam herunterdosiert habe und gleichzeitig auf die klassischen „Zigaretten nebenbei“ ganz verzichtet habe… was mir nicht schwer fiel, weil mir die e-Zigarette mit der Aromenauswahl sehr schnell besser schmeckte als eine traditionelle Zigarette. Jetzt bin ich bereits über sechs Monate zigarettenfrei/rauchfrei – und vier Monate gänzlich nikotinfrei. Mittlerweile dampfe ich, wenn ich Lust darauf habe – weil kein Suchtdruck mehr besteht. Vorher war ich starke Raucherin, kein Morgen fing ohne Nikotin an.

Die direkten Vorteile des Dampfens statt Rauchens sind nicht zu übersehen: Der eigene Geruchssinn wird wieder stärker, man selbst riecht besser und andere werden weniger geruchsbelästigt, weil die e-garette kaum – oder mitunter sogar angenehm – riecht. Auch die Körperkondition wird bald deutlich besser, wenn man von der klassischen Zigarette auf die e-Zigarette umsteigt.

Mehr als 400 Schadstoffe, die eine klassische Zigarette enthält, sind in einer e-garette nicht enthalten. Ob dafür andere schädliche Stoffe im e-Zigaretten-Aroma sind oder nicht, ist noch strittig.

Bei der Diskussion ums „Für und Wider“ der e-Zigarette wird oft vergessen, zu fragen, was die Beweggründe für einen Umstieg vom Rauchen (mit der klassischen Zigarette) zum Dampfen (mit der e-Zigarette) sind. Diese Beweggründe erlebe ich in meinem Umfeld – in dem es mittlerweile einige Dampfer gibt – sehr verschieden. Manche wollen mit dem Rauchen aufhören (wegen des Geruchs, wegen der Gesundheitsschädigung, wegen des Alters, etc.). Andere wollen gar nicht aufhören, zu rauchen, sondern suchen eine Alternative, die gesünder ist, oder andere weniger stört, oder die angenehmer riecht. Nicht wenige rauchen auch und dampfen gern.

Je nachdem, was man will – und warum –  ist eine e-Zigarette vielleicht eine gute Idee – oder vielleicht ein Reinfall.

Für mich war die Begegnung mit der e-Zigarette sehr hilfreich: Ich bin jetzt stolze Nichtraucherin und glücklich ohne Suchtdruck. Einzig und allein die Gewichtszunahme beim Verzicht auf Nikotin ist mir durch die e-garette nicht erspart geblieben.

In den letzten Wochen habe ich jetzt endlich wieder angefangen, abzunehmen statt zuzunehmen – mit Freunden, die mich auch ein bisschen dicker noch hübsch fanden und das kundtaten, und mit den richtigen Relationen im Kopf (daran zu denken, was man geschafft hat, wenn man vom Dauerraucher zum Nichtraucher/“Freizeitdampfer“ geworden ist) ist das halb so wild.

Übrigens erlebe ich eine e-Zigarette auch als kommunikationsfördernd: Dampfer sprechen sich meiner Erfahrung nach gegenseitig sehr schnell an, wenn sie einen anderen Dampfer sehen – und flugs ist eine Unterhaltung über die Feinheiten von Liquids und e-Zigarettenmodellen eine nette Einleitung zum Kontakt.

Sandra Schmidt, Bildende Künstlerin – Berlin


Anmerkungen von Jana Chantelau:

In ihrem Atelier in Berlin-Prenzlauer Berg bietet Sandra Schmidt offene Workshops für Anfänger_innen und Profis an. Nähere Informationen stehen auf der Website von Sandra Schmidt: http://www.frag-ment.de/

Über SATZBAUWERK - Jana V. Chantelau

In Berlin leite ich die Agentur SATZBAUWERK. Meine Schwerpunkte liegen in der Texterstellung, Kampagnen-Planung und Krisenkommunikation.

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